Projekte  2001

[ 1 ]    [ 2 ]    [ 3 ]  
 

 

Startseite

Stiftungszweck

Satzung

Einführung

Organisation

Projekte

Preise

Links

Impressum

Kontakt

Wie Sie helfen können
 


Unsere Bankverbindung:
Frankfurter Sparkasse

IBAN:
DE25500502010000279730

SWIFT-BIC:
HELADEF1822
 

 

 Therapie der Steroid-refraktären akuten Graft versus  Host Disease

Projektstudie der Medizinischen Klinik III, Klinikum der J. W. Goethe-Universität Ffm.,
Dr. med. Stefan Klein,

 Fördersumme   20.000,-- €

 

Die akute Graft versus Host Disease (akute Transplantat gegen Empfänger Erkrankung, abgekürzt: aGvHD) ist eine der wesentlichen Komplikationen und die Haupttodesursache nach der allogenen Knochenmarkstransplantation. Da immer mehr Fremdspender, und nicht in ihren Transplantations-antigenen komplett passende Spender (bis hin zur haploidenten, d. h. nur halb passenden Trans-plantation) für Knochenmarkstransplantationen herangezogen werden, und außerdem zunehmend
mehr ältere Patienten transplantiert werden, ist die Häufigkeit der akuten GvHD zunehmend.

Insbesondere bei einem Befall des Darmes verläuft die akute GvHD bei sehr vielen Patienten tödlich.

Spricht eine initiale Therapie mit hochdosiertem Kortison nicht an, stirbt der Patient mit hoher Wahr-scheinlichkeit. Für Patienten ohne Ansprechen auf Kortison - man nennt eine solche GvHD Steroid refraktär - existiert keine etablierte Therapie.

An der Uniklinik Frankfurt konnten wir bei Patienten mit Steroid refraktärer GvHD sehr gute Erfahrungen mit der Substanz Pentostatin sammeln. Pentostatin ist ein Chemotherapeutikum, das zur Behandlung bestimmter Formen des Lymphdrüsenkrebses eingesetzt wird. Die Substanz ist in der Lage, relativ selektiv die Zellen (T-Lymphozyten), die für die Entstehung der GvHD verantwortlich sind, zu eliminieren.

Aufgrund der guten Therapieergebnisse in Frankfurt haben wir eine multizentrische randomisierte prospektive Studie zur Prüfung von Pentostatin als Therapeutikum der akuten Steroid refraktären GvHD initiiert. Neben der Prüfung von Pentostatin sind weitere Ziele der Studie die Standardisierung des diagnostischen wie auch des therapeutischen Vorgehens bei akuter GvHD.

 Zur Diagnostik der GvHD des Darmes setzten wir in Frankfurt seit drei Jahren das schonende und den Patienten wenig belastende Verfahren des Ultraschalls ein. Im Rahmen unserer Studie möchten wir die Wertigkeit dieser Untersuchungstechnik an einer größeren Patientenzahl testen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Studie ist die zentrale histologische (feingewebliche) Untersuchung von Darm-Gewebeproben. Für die histologische Diagnostik, die das wichtigste Verfahren zur Diagnose der akuten Darm-GvHD darstellt, konnten wir dankenswerter Weise Prof. Stolte aus Bayreuth gewinnen, den sicherlich auf diesem Gebiet renommiertesten Pathologen in Deutschland.

An der Studie nehmen mehrere bedeutende Transplantationszentren, wie Wiesbaden, Heidelberg, Frankfurt, Nürnberg, Münster und Dresden teil. Die Studie ist aktiviert und der erste Patient ist bereits eingeschlossen.

Zur Verbreitung der Technik des Ultraschalls des Darmes wurde in Frankfurt im Mai 2002 ein Workshop zur Ultraschall-untersuchung bei akuter Darm-GvHD durchgeführt. Teilgenommen haben Kollegen aus Bad Mergentheim, Essen, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Frankfurt, Nürnberg und Münster.

Die Durchführung der Studie zur Therapie der akuten GvHD, insbesondere die zentrale histologische Diagnostik bei Prof. Stolte, wie auch die Durchführung der Veranstaltungen, wie dem Workshop zur Darm-GvHD ist uns nur Dank der Unterstützung durch die Gutermuth-Stiftung möglich.

Zwar ist die GvHD eine häufige Komplikation nach der allogenen Knochenmarkstransplantation, jedoch in absoluten Zahlen eine seltene Erkrankung. Die pharmazeutische Industrie hat daher keinerlei Interesse an der Entwicklung von Therapieverfahren für dieses häufig tödliche Leiden.

Für den wissenschaftlichen Fortschritt in der Behandlung der akuten GvHD und somit für eine Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit knochenmarkstransplantierter Patienten ist die Förderung durch ambitionierte Stiftungen, wie der Gutermuth-Stiftung absolut unverzichtbar.

siehe auch:

Bericht über die Therapie der Steroid refraktären akuten Graft versus Host Disease 2004.

   home         nach oben          zur Gesamtübersicht          zur Projektseite 
 

[ 1 ]    [ 2 ]    [ 3 ]  

 

 Bedeutung kleiner GTPasen der Rho-Familie für die Entstehung Bdr/Abl positiver Leukämien in vivo

Dr. med. Gesine Bug, Med. Klinik III, Klinikum der J. W. Goethe-Universität Ffm.

 Fördersumme  7.000,-- €

 

Am Beispiel von Ber/Abl positiven Leukämien konnte erstmals die Wirkung einer tumorspezifischen, molekularen Therapie gezeigt werden. Kleine GTPasen können die Entstehung von Bcr/Abl positiven Leukämien beeinflussen, indem sie wichtige Signalwege in der Leukämiezelle ein- oder aus-schalten. Diese Signalwege zu definieren ist Aufgabe des vorliegenden Projektes.

Durch Verwendung geeigneter Techniken des Gentransfers werden kleine GTPasen in Leukämie-zellen gehemmt und die Erbsubstanz mit der in unveränderten Leukämiezellen verglichen. Aus der Analyse von über 6.000 Genen sollen sich neue Ansatzpunkte für eine molekulare Therapie für eine Krankheit ergeben, die durch herkömmlíche Chemotherapien nicht geheilt werden kann.

Die Förderung ermöglicht als Anschubfinanzierung die Durchführung der Genanalyse.


 home          nach oben          zur Gesamtübersicht          zur Projektseite 
 

[ 1 ]    [ 2 ]    [ 3 ]  

 

 Adoptive Gentherapie für pädiatrische Leukämie-Patienten durch gentransduzierte allogene T-Zellen nach Stammzelltransplantation

Dr. rer. nat. Ulrike Köhl, Univ.,-Kinderklinik Ffm.,
Dr. rer. nat. Manuel Grez, Georg-Speyer-Haus, Ffm.

 Fördersumme  8.600,-- €

 

Die jüngsten Fortschritte in der Therapie von akuten Leukämien basieren zu einem nicht unerheb-lichen Teil auf der Weiterentwicklung der allogenen Stammzelltransplantation. Zum einen können durch dosisreduzierte Konditionierungen auch ältere Patienten transplantiert werden, zum anderen werden vermehrt Fremdspendertransplantationen oder bei Kindern auch haploidente Transplan-tationen mit Eltern-Stammzellen durchgeführt.

In jedem Fall spielen Graft-versus-Host-Reaktionen eine ganz wesentliche Rolle für den Ausgang einer Transplantation. Je nach Konstellation können chemotherapieresistente Leukämiezellen durch Spenderlymphozyten eliminiert und dadurch Heilungen erzielt werden, oder es entstehen durch eine schwere GvHD lebensbedrohliche Komplikationen. Es ist ein wünschenswertes Ziel, die immuno-logischen Reaktionen durch Spender T-Zellen besser steuern und individuell den aktuellen Bedürf-nissen des Patienten anpassen zu können.

In diesem Projekt wird ein gentherapeutischer Ansatz weiterentwickelt, mit dem sich die Reaktion von Spender-T-Lymphozyten gegen Empfängerzellen gezielt regulieren läßt. Ziel ist es, erwünschte Graft-versus-Leukämie-Effekte induzieren zu können und gleichzeitig in der Lage zu sein, die immunologischen Reaktionen medikamentös zu stoppen, sobald diese in Form einer schweren GvHD außer Kontrolle laufen könnten. Durch gentherapeutische Behandlung (mutante Herpes Simplex Virus Thymidin Kinase HSV-TKS39) soll gleichsam ein "Ausschalter" in die Spender T-Lymphozyten eingebaut werden, der sich durch die einmalige Gabe eines Firusstatikums nach klinischem Bedarf betätigen läßt.

Es handelt sich um ein laufendes Projekt, das in Kooperation mit anderen Zentren durchgeführt wird und aus mehreren Quellen finanziert werden soll. Beantragt wird eine kurzfristige Zwischenfinanzierung.

 home          nach oben         zur Gesamtübersicht           zur Projektseite

[ 1 ]    [ 2 ]    [ 3 ]