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 Risikoprädiktion mittels globaler Genexpressionsanalyse von Granulozyten
     bei Patienten mit myelodysplastischem Syndrom

PD Dr. Wolf-Karsten Hofmann, Med. Klinik III, Univ.-Klinikum Frankfurt a. M.

Fördersumme 10.000,-- €

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine Erkrankung der Blutbildung, bei der es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Blutarmut – Anämie), weißen Blutkörperchen (Abwehrzellen – Granulozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) kommt. Diese Erkrankung beginnt allmählich und kann über viele Jahre unbemerkt verlaufen. Es kommt dann zu klinischen Symptomen (Schwäche, Abgeschlagenheit, gehäufte Infektionen, Blutungen bei Bagatellverletzungen), die den Patienten in der Regel das erste Mal zum Arzt führen. In der Regel sind Patienten jenseits des 60. Lebensjahres von einem MDS betroffen, allerdings erkranken zunehmend junge Patienten, auch Kinder.

Eine sehr unangenehme Eigenschaft des MDS ist, dass es die Vorstufe für eine schwere Blutkrebs-erkrankung ist, die akute myeloische Leukämie (AML). Mehr als die Hälfte aller Patienten, die an einem MDS erkranken, entwickeln in einem Zeitraum von 6 Monaten bis zu 15 Jahren eine solche AML. Die AML stellt eine komplizierte Erkrankung der Blutbildung dar, die ohne Behandlung inner-halb von 8 Wochen unweigerlich zum Tode führt. Nur durch intensive Therapiemaßnahmen kann es gelingen, die AML erfolgreich zu behandeln (einschließlich Knochenmarktransplantation).

Die diagnostischen Möglichkeiten beim MDS sind zurzeit noch sehr eingeschränkt. Insbesondere gelingt es mit herkömmlichen Verfahren (mikroskopische Untersuchung, immunologische Unter-suchungen, Analyse der Chromosomen) nicht in allen Fällen, das Risiko der Erkrankung vorherzu-sagen. Seit einigen Jahren gibt es technisch die Möglichkeit, die Regulation und Expression praktisch aller menschlichen Gene in einem Experiment (so genannter DNA-Chip) zu untersuchen.

Wir haben diese Technik hier in Frankfurt seit Januar 2002 etabliert und verfügen bereits über Erfahrungen bei anderen Erkrankungen, insbesondere bei der akuten lymphatischen Leukämie. Mit Hilfe dieser Gesamtanalyse des menschlichen Genoms erhält man ein genaues Abbild der Erkrankung (sogenanntes spezifisches Genexpressionsprofil), mit dem man verschiedene Subgruppen unterscheiden kann.

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, solche Subgruppen für das MDS genau zu charakterisieren. Eine rechtzeitige Unterscheidung in Hochrisiko- und Niedrigrisiko-MDS ist erforderlich, um gegebenenfalls frühzeitig eine adäquate Therapie einleiten zu können, die dem Patienten eine Chance auf Heilung gibt.
 

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