Projekte 2004

[ 1 ]  [ 2 ]  [ 3 ]  [ 4 ]  [ 5 ]  [ 6 ]  [ 7 ]  [ 8 ]  [ 9 ]  [10] 

 

Startseite

Stiftungszweck

Satzung

Einführung

Organisation

Projekte

Preise

Links

Impressum

Kontakt

Wie Sie helfen können


Unsere Bankverbindung:
Frankfurter Sparkasse

IBAN:
DE25500502010000279730

SWIFT-BIC:
HELADEF1822


 

 Sachmittelbeihilfe durch die Alfred und Angelika Gutermuth-Stiftung zur
 Erweiterung der GenChip Anlage zur Analyse von Genexpressionsprofilen

PD. Dr./Univ. Perugia Martin Ruthardt, Klinikum der J.W. Goethe-Universität, Med. Klinik III, Hämatologie, Theodor-Stern-Kai 7 60596 Frankfurt,
 
Tel.    069-6301-83656 Fax  069-6301-6131,
E-Mail: ruthardt@em.uni-frankfurt.de

 Förderbetrag 25.000,-- €

Seit dem Jahr 2002 ist in Frankfurt eine Anlage zur Analyse von Genexpressionprofilen,   d.h. zur Aufdeckung der Gesamtheit aller in einem Gewebe oder Tumor aktiven und inaktiven Gene in Betrieb. Die Unterschiede in der Aktivität verschiedener Gene unterscheidet einen Tumor von dem Gewebe von dem er seinen Ausgang nimmt. Außerdem kann die Aufdeckung von Unterschieden in der Aktivität von Genen zwischen Patienten mit der gleichen Krankheit, Aufschluss über das Ansprechen auf die Therapie und damit auf die Prognose der einzelnen Patienten geben. Außerdem wird es immer klarer, dass die Genexpressionsanalysen eine feinere Klassifizierung der Krankheiten erlaubt und zum besseren Verständnis der Mechanismen beiträgt, die zum Ausbruch der Krankheit selbst führen. Dazu werden so genannte GeneChips, auf denen alle Gene des menschlichen Organismus dargestellt sind, mit der RNA des zu prüfenden Gewebes oder der zu prüfenden Zellen in Verbindung gebracht. Diese RNA stellt die Gesamtheit der aktivierten Gene in einer Zelle bzw. einem Gewebe dar und wird mit einem Leuchtfarbstoff konjugiert, so daß überall wo es auf dem GeneChip leuchtet es sich um ein aktiviertes Gen handelt. Die Positionen der einzelnen Gene auf dem Chip sind bekannt, so dass man die Leuchtpunkte einem bestimmten Gen zuordnen kann. Die Chips werden mit einem "Scanner" gelesen, der durch einen Laserstrahl die einzelnen Punkte zum Leuchten bringt.

In naher Zukunft wird es sehr wahrscheinlich diagnostische Hilfsmittel geben, die auf Genexpressionsanalysen an einer großen Anzahl von Patienten basieren und erlauben sollten, vorherzusehen, ob ein Patient auf eine bestimmte Therapie ansprechen wird oder nicht. In Frankfurt wurden solche Untersuchungen an Patienten mit Philadelphia-Chromosom positiver akuter lymphatischer Leukämie durchgeführt, um die Patienten zu finden, die nicht von einer Therapie mit dem Kinase Inhibitor Gleevec profitieren. Es konnte gezeigt werden, dass die Aktivität von etwa hundert Genen voraussehen lassen, ob der Patient auf die Therapie anspricht oder nicht. Diese hundert Gene sollen demnächst in einer prospektiven Studie weiter validiert werden, um letztendlich einen diagnostischen "MicroChip" zu entwickeln, der nur diese relevanten Gene trägt, und sichere Aussagen über das Ansprechen auf die Therapie mit Gleevec zulässt.
Um diese Weiterentwicklungen vorantreiben und neue für die Klinik relevante Techniken etablieren zu können, muss die bestehende GenChip Anlage in Frankfurt aufgerüstet werden.
Um neue Techniken zu etablieren, wie z.B. die Detektion von "single nucleotide polymorphisms" (SNPs), die sich immer mehr als relevant für bestimmte biologischen Unterschiede zwischen Patienten mit der gleichen Krankheit erweisen, muss der “GeneArray Scanner“ auf den Hochdichte  Scanner “GeneArray Scanner 3000“ aufgerüstet werden, da die relevanten neuartigen GeneChips mit 100.000 SNPs/Chip nur mit diesem Scanner "gelesen" werden können. Das würde auf der anderen Seite auch erlauben, die bisherigen Analysen zu einem niedrigeren Preis durchzuführen, da nur noch ein GeneChip anstatt zwei hybridisiert werden müssten. Außerdem ist die Anlage mit einer "GeneChip-fluidic station 400" (Chip-Waschanlage) ausgerüstet, die manuell bedient werden muss, und damit nur einen geringen Probendurchsatz erlaubt, mit dem man Kleinprojekte gut abarbeiten kann, aber leider nicht größere Mengen an Proben, wie wir sie in Zukunft erwarten z.B im Rahmen einer klinischen Studie.

Da die Anlage in Zukunft unter der Form einer zentralen Forschungseinheit geführt wird, werden auch für andere Institutionen am Klinikum der J. W. Goethe Universität, wie die Pädiatrie, das Institut für Pathologie, die molekulare Kardiologie, das Institut für Virologie, sowie das Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie u. a. von dieser Aufrüstung profitieren. Mit allen diesen Instituten besteht schon eine Kooperation. Außerdem wird erwartet, daß auch Institute aus dem Biozentrum sich an uns wenden werden

nach oben         zur Gesamtübersicht           Projektseite 

[ 1 ]  [ 2 ]  [ 3 ]  [ 4 ]  [ 5 ]  [ 6 ]  [ 7 ]  [ 8 ]  [ 9 ]  [10]