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   Analyse der Expression und DNA-Methylierung von SFRP-1 und SFRP-2 in Knochenmarkzellen von Patienten mit myelodyspastischem Syndrom (MDS)
und akuter Leukämie (AL)

Prof. Dr. med. Wolf-K. Hofmann Medizinische Klinik III Campus Benjamin Franklin Charité - Universitätsmedizin Hindenburgdamm 30, 2203 Berlin

Fördersumme 20.000,-- €
 

Kurzbeschreibung

   

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine klonale Erkrankung der Blutbildung,
die im  Initialstadium durch ein hyperzelluläres Knochenmark und gleichzeitige periphere Zytopenie gekennzeichnet ist. Im weiteren Verlauf geht das MDS oftmals in eine akute myeloische Leukämie (AML) über.
MDS tritt vermehrt bei älteren Patienten mit einem Durchschnittsalter von 65 – 75 Jahren auf.  Die Anzahl der Neuerkrankungen an MDS (Inzidenz) ist in den letzten Jahren angestiegen.

Die Entstehung des MDS wird auf eine schrittweise Akkumulation genetischer Schäden in hämatopoetischen Stammzellen zurückgeführt, die zunächst zu gestörter Differenzierung und gesteigerter Apoptose führt und im weiteren Verlauf durch die Alteration von Zellzyklus-, Proliferations- und Apoptose-assoziierten Genen in die Entwicklung einer AML mündet.

In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Tumor-Suppressor-Proteinen, die eine wichtige Bedeutung bei der Kontrolle des Wachstums von normalen Zellen haben, identifiziert.

Darüber hinaus konnte am Beispiel des MDS durch verschiedene zellbiologische und molekulargenetische Methoden gezeigt werden, daß für die leukämische Transformation der hämatopoetischen Stammzelle die Kumulation von einer Vielzahl von endogenen und exogenen Ereignissen erforderlich ist.

Bei den „Secreted frizzled related proteins“ (SFRPs) handelt es sich um Proteine, die in einem pathophysiologisch wichtigen Pathway (WNT-Pathway) zentrale Kontroll-funktionen übrnehmen.
Epigenetische Veränderungen bei SFRP-1 wurden kürzlich in AML-Zell-Linien beschrieben, darüber hinaus ist bekannt, daß SFRP-1 eine differenzierende Funktion bei der normalen Erythropoeseentwicklung besitzt.

Im vorstehenden Projekt sollen die Expressionen (Ausprägung der genetischen Informationen)  und – falls nachweisbar – die DNA-Methylierung1  von SFRP-1 und SFRP-2 in hämatopoetischen Stammzellen von MDS und AML/ALL Patienten unter-sucht werden, um zu klären, ob der Verlust dieser Genfunktion eine Rolle in der Pathogenese des MDS und der akuten Leukämien spielt.

 Anmerkung

 1 Bei der DNA-Methylierung handelt es sich um eine chemische Abänderung an Grundbau-
    steinen
 der Erbsubstanz einer Zelle. Diese Modifikation wird durch die Übertragung
    von Methylgruppen durch Enzyme an bestimmten Stellen innerhalb der DNA hervorgerufen.
    Da der Grundbaustein an der jeweiligen Stelle erhalten bleibt, ist die DNA-Methylierung keine
    genetische Mutation.
    Sie ist eine DNA-Modifikation, kommt in sehr vielen verschiedenen (möglicherweise in allen)
    Lebewesen vor und hat verschiedene biologische Funktionen.

 

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