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 (16/1) Analyse genetischer Veränderungen in Mesenchymalen Stroma
        zellen von Patienten im Hämatoplastischen Systemerkrankungen,   
        insbesondere mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) in einem neuen
        in vivo Modell

         Prof. Dr. med Wolf-Karsten Hofmann, PD Dr. med. Daniel Nowak,
         III. Med. Klinik Universitätsmedizin Mannheim, Hämatologie und Onkologie,
         Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim


Fortsetzungsförderung

Förderbetrag: 16.000,-- €
   

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine klonale maligne Erkrankung der Hämatopoese. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch eine periphere Zytopenie, hier insbesondere führend eine Anämie. Die Erkrankung betrifft vor allen Dingen Patienten in fortgeschrittenem Alter, das mediane Alter bei Erstdiagnose beträgt ca. 70 Jahre.
Die Standardbehandlung des MDS besteht in der Transfusion von Erythrozytenkonzen-traten. Eine Vielzahl von experimentellen Therapien von Wachstumsfaktoren über demethylierende Substanzen bis hin zu immunmodulatorischen Medikamenten kommen zur Anwendung, um das Ausmaß der hämatopoetischen Insuffizienz zu verringern.
Die einzige kurative Therapieoption für Patienten mit MDS besteht zurzeit in der allogenen Stammzelltransplantation.
  
Die Pathogenese des MDS ist bis heute nicht geklärt. Sieht man von den wenigen Fällen sogenannter sekundärer MDS ab, welche durch die langanhaltende Exposition des betroffenen Patienten zu benzolhaltigen chemischen Stoffen bedingt sein können, kann in über 95 % der Fälle eine Ursache der Erkrankung nicht festgestellt werden.

Ein großes Problem und ein die Prognose bestimmender Umstand ist, dass die frühe Form des myelodysplastischen Syndroms, die in der Regel nur durch eine Anämie, Bi- oder Trizytopenie gekennzeichnet ist, sich im Verlauf der Erkrankung verändern kann und es zur Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie kommt. Durchschnittlich 30-50% der Patienten erleiden eine solche Transformation innerhalb von 3 Jahren. Es handelt sich dann in der Regel um eine Hochrisiko-Leukämie, die therapeutischen Optionen sind bei den älteren Patienten für diese Erkrankung sehr eingeschränkt.  

Durch verschiedene zellbiologische und molekulargenetische Methoden konnte gezeigt werden, dass für die leukämische Transformation der hämatopoetischen Stammzelle die Kumulation einer Vielzahl von endogenen und exogenen Ereignissen erforderlich ist. In einem kürzlich von der Arbeitsgruppe Nowak/Hofmann in Kooperation mit dem Deutschen Krebs Forschungs Zentrum (DKFZ, Arbeitsgruppe Trumpp) etablierten in vivo-Modell für das MDS konnte erstmals das Anwachsen typischer MDS-Hämatopoese erreicht werden.

Das Modell wurde kürzlich in CellStemCell publiziert.
siehe: https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2014/dkfz-pm-14-15-Kranke-Blutstammzellen-programmieren-ihre-Umgebung-um.php

Im vorliegenden Projekt sollen genetische Veränderungen in hämatopoetischen als auch in mesenchymalen Stromazellen von MDS-Patienten, welche in das in vivo-Modell transplantiert worden sind, untersucht werden.

Ziel der Arbeiten ist, eine kombinierte (und bisher so nicht verfügbare) Analyse von DNA-Methylierung und globaler Genexpression an Knochenmarkzellen von Patienten mit MDS durchzuführen

 

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